Speiseröhrenverätzung - Krankheit - Saglik Lokman

Krankheitsglossar

Speiseröhrenverätzung

Medizinischer Name (Ösophagusverätzung)

Mögliche Symptome

Atemnot Mühe zu schlucken Schluckschmerzen Brennen im Hals Brustschmerzen

Kurzbeschreibung

Eine Speiseröhrenverätzung tritt auf, wenn schädliche Substanzen durch die Speiseröhre gelangen. Diese Substanzen können die Schleimhaut der Speiseröhre bei Kontakt schädigen. Die Behandlung umfasst Medikamente zur Linderung der Symptome, eine Erweiterung der Speiseröhre oder sogar Operationen um beschädigte Teile der Speiseröhre zu entfernen.

Beschreibung

Die Speiseröhre ist eine lange und hohle Röhre, welche vom Rachen bis zum Magen reicht und deren Aufgabe es ist Nahrung in den Magen zu transportiert. Eine Speiseröhrenverätzung bezeichnet eine Form der Speiseröhrenentzündung (Ösophagitis) mit schweren Schleimhautveränderungen, die durch verschiedenste Substanzen verursacht wurde, welche die Schleimhaut bei direktem Kontakt zu schädigen vermögen.

Vorkommen und Beschwerden

Verschiedene Substanzen können eine Speiseröhrenverätzung verursachen: Die drei häufigsten Substanzen sind: 1) Ätzende Substanzen: Personen trinken diese Substanzen meist versehentlich oder in suizidaler Absicht. Einige dieser Substanzen sind auch im Alltag anzutreffen, wie zum Beispiel Reinigungsmittel, Säuren, Laugen und andere starke Chemikalien. 2) kochende Flüssigkeiten: sehr heisse Flüssigkeiten können die Schleimhaut der Speiseröhre verbrennen. 3) Tabletten: Einige Tabletten enthalten Stoffe, welche bei längerem Kontakt mit Schleimhäuten giftig wirken. Wenn solche Tabletten in der Speiseröhre steckenbleiben, können sie ebenfalls das Gewebe der Speiseröhre beschädigen. Neben der Speiseröhrenverätzung gibt es einige andere Ursachen für eine Entzündung der Speiseröhre (Oesophagitis), wie zum Beispiel: Strahlentherapie, Viren- und Pilzinfektionen und am häufigsten aufstossende Magensäure (siehe Refluxkrankheit), Personen mit Speiseröhrenentzündungen weisen häufig Symptome auf wie plötzliche Schmerzen während des Schluckens, Schwierigkeiten beim Schluckvorgang, Verengung der Speiseröhre durch Narben, Appetitlosigkeit und sogar Blutungen.

Folgen und Behandlung

Die Behandlung von Speiseröhrenverätzungen beinhaltet: 1) Medikamente: Antibiotika werden angewendet, um eine Infektion vorzubeugen. Steroide können helfen, eine weitere Entzündung zu vermeiden. Medikamente gegen Magensäure können Irritationen durch Magensäure verringern und Medikamente gegen Geschwüre können die Speiseröhre bei der Heilung unterstützen. 2) Erweiterung der Speiseröhre: Verletzungen an der Speiseröhre können zu Narben und somit zu einer Verengung der Speiseröhre führen, so dass es manchmal notwendig sein kann, die Speiseröhre aufzudehnen. 3) Operation: In schwerwiegenden Fällen kann eine Operation notwendig werden, um irreparabel beschädigte Teile der Speiseröhre zu entfernen.

Zu wem kann ich gehen?

Allgemeinchirurgie Innere Medizin Kinderchirurgie

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