Schlummersucht - Krankheit - Saglik Lokman

Krankheitsglossar

Schlummersucht

Medizinischer Name (Narkolepsie)

Mögliche Symptome

Schläfrigkeit mit spontaner Einschlafneigung Müdigkeit Muskelschwäche am Bein Muskelschwäche am Arm Halluzination Benommenheit

Kurzbeschreibung

Die Narkolepsie ist eine chronische neurologische Störung, der eine Störung in der Schlaf-Wach-Regulation zugrunde liegt. Die genaue Ursache der Narkolepsie ist nicht bekannt. Es wird empfohlen, einen Neurologen aufzusuchen, wenn entsprechende Symptome auftreten.

Beschreibung

Die Narkolepsie ist eine chronische neurologische Störung aus der Gruppe der Schlafsüchte (Hypersomnien). Sie äussert sich dadurch, dass das Gehirn den Schlaf-Wach-Rhythmus nicht richtig kontrollieren kann. Personen mit Narkolepsie können unter exzessiver Tagesschläfrigkeit, Schlaflähmungen, hypnagogen Halluzinationen und manchmal auch unter Kataplexie leiden. Die exzessive Tagesschläfrigkeit führt typischerweise trotz ausreichend Schlaf zu Einschlafattacken in monotonen Situationen. Eine Narkolepsie kann in jedem Alter auftreten.

Vorkommen und Beschwerden

Die genaue Ursache von Narkolepsie ist unbekannt. Studien zeigen, dass Narkolepsie mit niedrigen Werten von Hypocretin (Orexin), einem Neurotransmitter, in Verbindung gebracht werden kann. Dies führt zu einer Störung der Wach-Schlaf-Regulation im Gehirn. Die niedrige Hypocretin-Konzentration steht vermutlich in Zusammenhang mit einem autoimmun bedingten Absterben von Hirnzellen, die Hypocretin produzieren. Ob vorausgehende Ereignisse wie Impfungen, ein Trauma oder eine Verletzung des Gehirns, Hirntumore, Stress, ein unregelmässiger Schlafrhythmus, Medikamentenmissbrauch oder andere Hirnschädigungen eine Narkolepsie verursachen können, ist nicht eindeutig bewiesen. Die üblichen Symptome sind extreme Schläfrigkeit während des Tages trotz ausreichend Schlaf (mit Einschlafattacken), Schlaflähmungen (Muskellähmungen direkt nach dem Aufwachen, also bei Bewusstsein), hypnagogen Halluzinationen (Halluzinationen direkt nach dem Aufwachen) und manchmal auch unter Kataplexie (Muskellähmung bei erhaltenem Bewusstsein durch emotionale Reize wie z.B. Freude oder Erschrecken).

Folgen und Behandlung

Eine Änderung des Lebensstils, sogenannte Schlafhygiene, kann helfen, die Symptome von Narkolepsie zu reduzieren, zum Beispiel 1) ein regelmässiger Schlafrhythmus, 2) das Schlafzimmer während des Schlafs abdunkeln, 3) Vermeidung von Koffein und Alkohol vor dem Schlafengehen, 4) nicht rauchen, 5) etwas Entspannendes vor dem Schlafengehen tun, 6) regelmässige Bewegung. Individuell angepasste Bewältigungsstrategien, wie Tagesschlafepisoden oder Vermeidung von gewissen Stimuli, helfen mit der Krankheit besser umgehen zu können. Zusätzlich können bei Narkolepsie auch Medikamente angewendet werden, zum Beispiel 1) Aufputschmittel wie Methylphenidat oder Modafenil, die helfen, während des Tages wach zu bleiben, 2) Antidepressiva können helfen Kataplexie, Schlaflähmungen und Halluzinationen zu reduzieren, 3) Natrium-Oxybat kann helfen sowohl die Kataplexie als auch die Tagesschläfrigkeit zu verringern. Es wird empfohlen, bei Symptomen, die auf eine Narkolepsie hindeuten, einen Neurologen aufzusuchen.

Zu wem kann ich gehen?

Neurologie

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