Hirnschlag - Krankheit - Saglik Lokman

Krankheitsglossar

Hirnschlag

Medizinischer Name (Apoplexie)

Mögliche Symptome

Mühe zu sprechen Mühe zu schlucken Doppelbilder plötzlich auftretend Desorientierung, zeitliche oder örtliche Schwindel Doppelbilder Gesichtslähmung Kopfschmerzen Bewegungsunmöglichkeit Gleichgewichtsstörung Muskelschwäche am Arm Muskelschwäche am Bein Lähmung Probleme des Spürsinns am Gesicht Benommenheit Müdigkeit Gesichtsfeldausfall Erbrechen Schwäche oder Taubheit der rechten oder linken Körperhälfte Mühe Gespräche zu verstehen Bewegungseinschränkung des Beins Nachtschweiss Gangschwierigkeiten Wortfindungsstörung Konzentrationsschwierigkeiten Bewusstlosigkeit, kurzzeitig Schwarzwerden vor den Augen

Kurzbeschreibung

Der Schlaganfall, auch Hirnschlag genannt, bezeichnet einen plötzlich einsetzenden Verlust von Funktionen des Gehirns aufgrund einer Minderdurchblutung oder einer Einblutung in die Hirnmasse. Ein Schlaganfall ist eine Notfallsituation. Es handelt sich um einen lebensbedrohlichen, schweren Gesundheitszustand.

Beschreibung

Ein Schlaganfall tritt auf, wenn die Blutzufuhr zu einem Teil des Gehirns stark reduziert oder unterbrochen wird, wodurch das Gehirngewebe einer Person von Nährstoffen und Sauerstoff beraubt wird. Die Zellen des Gehirns beginnen innerhalb von Minuten zu sterben. Eine schnelle Behandlung ist wichtig, da dadurch mögliche Komplikationen und Hirnschäden minimiert werden können. Es gibt verschiedene Auslöser eines Hirnschlages.

Vorkommen und Beschwerden

Die Minderdurchblutung eines Hirnareals erfolgt aufgrund einer Verstopfung der Hirngefässe durch Aufreissen von Wandablagerungen (arteriosklerotische Plaque) und Gerinnselbildung. Eine andere Ursache ist ein vom Herz kommendes Gerinnsel (Thrombus) bei einer Herzerkrankung, häufig im Rahmen von Vorhofflimmern (siehe Artikel Vorhofflimmern). Einblutungen erfolgen vor allem bei Patienten mit Bluthochdruck oder Blutverdünnung. Die Patienten haben je nach Ort des Schlaganfalls unterschiedliche, plötzlich auftretende Beschwerden, wie beispielsweise eine Lähmung, Sprachstörung, Gefühlsstörung, Bewusstseinsstörung oder Sehstörung.

Folgen und Behandlung

Wie beim Herzinfarkt sollte sehr schnell gehandelt werden, da ansonsten bleibende Schäden am Gehirn mit ihren Folgen zum Beispiel einer Lähmung bestehen. Je schneller nach der Ausfallserscheinung mit einer Therapie begonnen werden kann, desto grösser ist die Chance auf eine Heilung. Dabei wird versucht, das Gerinnsel mittels starker Blutverdünnung auszulösen und die Durchblutung des betroffenen Hirnareals wieder herzustellen. Danach muss nach dem Auslöser gesucht und dieser behandelt werden.

Zu wem kann ich gehen?

Innere Medizin Neurologie Pädiatrie

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