Hirndruck - Krankheit - Saglik Lokman

Krankheitsglossar

Hirndruck

Medizinischer Name (Erhöhter Hirndruck)

Mögliche Symptome

Benommenheit Desorientierung, zeitliche oder örtliche Gleichgewichtsstörung Lähmung Müdigkeit Übelkeit Ungewollte Bewegungen Kopfschmerzen Schwarzwerden vor den Augen Schnelle, vertiefte Atmung Mühe zu sprechen Wortfindungsstörung Krämpfe Erbrechen Bewusstlosigkeit, kurzzeitig Nackenschmerzen

Kurzbeschreibung

Gesteigerter Hirndruck ist ein Zustand, bei dem der Druck innerhalb des Schädels höher ist als normal. Dies kann gefährlich sein und ernsthafte Probleme verursachen. Er ist üblicherweise eine Folge von Hirnverletzungen, und kann seinerseits ebenfalls Hirnverletzungen erzeugen. Personen mit gesteigertem Hirndruck benötigen normalerweise sofortige medizinische Versorgung. Das Medizinerteam wird versuchen, die Ursache zu ermitteln.

Beschreibung

Erhöhter intrakranieller Druck ist ein gesteigerter Druck auf das Gehirn, was bedeutet, dass der Druck innerhalb des Schädels oberhalb der normalen Werte liegt. Der Druck kann auch bedeuten, dass das Gewebe des Gehirns anschwillt. Diese Schwellung kann durch eine Erkrankung wie Hirnhautentzündung oder eine Hirnverletzung verursacht werden. Der Zustand kann seinerseits ebenfalls Hirnverletzungen erzeugen. Für einen gesunden Erwachsenen liegt das normale Mass für den intrakranialen Druck zwischen 7 und 15 mmHg. Wenn dieser Messwert 20 bis 25 mmHg erreicht, ist eine Behandlung erforderlich, um sie zu verringern.

Vorkommen und Beschwerden

Die Ursachen für gesteigerten Hirndruck beinhalten 1) eine Stauung der Rückenmarksflüssigkeit (Liquor) im Gehirn oder Rückenmark, welche einen Druckanstieg verursacht. Dies wird gemeinhin als Wasserkopf (Hydrocephalus) bezeichnet. 2) Druckanstieg im Gehirn, welcher häufig durch Hirntumore, ein geplatztes Aneurysma und andere subarachnoidale Blutungen, Hirnentzündung (Enzephalitis) und Hirnhautentzündung (Meningitis), sowie ein Schlaganfall verursacht wird, 3) Schädeltrauma und -verletzungen mit Blutungen zwischen Schädel und Hirnhäuten (Epiduralhämatom und Subduralhämatom), die Druck auf das Gehirn auswirken. Gesteigerter Hirndruck kann gefährlich sein und ernsthafte Probleme verursachen. Zum Beispiel haben Personen mit gesteigertem Hirndruck oft Symptome wie Verhaltensänderungen, Änderungen oder Verlust des Bewusstseins, Kopfschmerzen, Lethargie, neurologische Ausfälle (z.B. Pupillenstarre), Krampfanfälle und Erbrechen. Bei langsam zunehmendem (chronischem) erhöhtem Hirndruck beobachtet man auch häufig Harninkontinenz, Gleichgewichtsprobleme und eine Abnahme der Gedächtnisleistung.

Folgen und Behandlung

Gesteigerter Hirndruck erfordert umgehende medizinische Versorgung. Personen mit gesteigertem Hirndruck sollten stationär in ein Krankenhaus aufgenommen werden um die Ursache zu ermitteln. Die Behandlung beinhaltet üblicherweise: 1) Atemhilfe, 2) Reduzierung des Drucks im Gehirn durch Ablassen von Liquor, 3) Medikamente zur Schmerzlinderung und zur Drucksenkung. 4) In schwerwiegenden Fällen kann es notwendig sein, einen Teil der Schädeldecke vorübergehend zu entfernen.

Zu wem kann ich gehen?

Gehirn- und Nervenchirurgie Neurologie Pädiatrie

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