Gehirnerschütterung - Krankheit - Saglik Lokman

Krankheitsglossar

Gehirnerschütterung

Medizinischer Name (Commotio cerebri)

Mögliche Symptome

Benommenheit Bewusstlosigkeit, kurzzeitig Desorientierung, zeitliche oder örtliche Doppelbilder plötzlich auftretend Doppelbilder Erbrechen Erinnerungslücke Kopfschmerzen Schwarzwerden vor den Augen Schwindel Übelkeit Lernschwierigkeiten Ohnmächtig fühlen

Kurzbeschreibung

Eine Gehirnerschütterung ist eine Art traumatische Verletzung des Gehirns (leichtes Schädel-Hirn-Trauma), die durch eine äussere Kraft auf den Kopf oder Körper, infolge einer sonstigen Verletzung oder durch einen Sturz verursacht wird, welcher das Gehirn im Schädel einer Person schüttelt oder erschüttert. Es können nur Blutergüsse oder Schnittwunden im Gesicht oder am Kopf sichtbar werden, ohne dass andere sichtbare Anzeichen einer Hirnverletzung auftreten.

Beschreibung

Als Folge eines Aufschlagen des Kopfes kann es zu einer Gehirnerschütterung kommen. Man kann eine Gehirnerschütterung haben, ohne das Bewusstsein zu verlieren. Die meisten Betroffenen erholen sich nach einer Ruhepause vollständig von einer Gehirnerschütterung. Für manche Personen dauert es einige Wochen, bis sie sich erholen, während andere sich innerhalb weniger Stunden erholen. Es ist wichtig darauf hinzuweisen, dass es bei einer Gehirnerschütterung aber zu keiner Gewebsschädigung des Hirnes (Hirnsubstanz) kommt. Nur eine schwere Gehirnerschütterung oder wiederholte Gehirnerschütterungen können zu dauerhaften Problemen mit Sprechen, Lernen oder der Bewegung führen.

Vorkommen und Beschwerden

Die Gehirnerschütterung geht meist mit einer nur kurzen, wenige Minuten dauernden Bewusstlosigkeit und teilweise Verwirrtheit einher. Der Gedächtnisverlust begrenzt sich meist auf eine sehr kurze Zeitspanne. Jede Person kann eine Gehirnerschütterung erleiden, wenn ihr Körper oder Gehirn hart getroffen wird. Dies kann dazu führen, dass das Gehirn im Schädel einen Aufprall erleidet und verletzt wird. Einige häufige Arten, wie man eine Gehirnerschütterung erleiden kann sind Fahrradunfälle, Autounfälle, Verletzungen auf dem Spielplatz, Stürze und Kämpfe. Es ist auch möglich, eine Gehirnerschütterung zu haben, wenn man an einer Aktivität oder einem Sport wie Snowboarden, Skifahren, Fussball, Hockey, Boxen oder Fussball teilnimmt. Die Symptome einer Gehirnerschütterung können leicht oder schwer sein. Diese Symptome können Stunden, Tage, Wochen oder sogar Monate andauern. Bei Anzeichen einer Gehirnerschütterung sollte man einen Arzt aufsuchen. Zu diesen Symptomen gehört die Schwierigkeit zu denken, sich zu konzentrieren oder klar zu denken und sich nicht an neue Informationen erinnern zu können. Häufige Begleitbeschwerden der Patienten können auch Schwindel, verschwommenes oder unscharfes Sehen, Kopfschmerzen, Übelkeit und Erbrechen, Gleichgewichtsstörungen, keine Energie oder Müdigkeit und Empfindlichkeit gegenüber Lärm oder Licht empfinden sein, welche jedoch in der Mehrzahl der Fälle vorübergehen. Eine Betroffener kann auch leicht verärgert oder aufgebracht, traurig, ängstlich, nervös oder emotionaler sein. Der Betroffene kann Schwierigkeiten haben einzuschlafen, länger oder kürzer schlafen als üblich. Kleine Kinder könnten mehr weinen als sonst. Eltern werden Veränderungen in der Schlaf-, Ess-, Schauspiel- oder Spielweise des Kindes bemerken können.

Folgen und Behandlung

Eine betroffene Person muss so schnell wie möglich einen Arzt aufsuchen. Einige Betroffene müssen für eine genaue Überwachung im Krankenhaus bleiben, während andere nach einer ärztlichen Untersuchung nach Hause gehen können. Jedoch müssen alle für Verhaltensänderungen oder Warnzeichen genau beobachtet werden. Nach einer Gehirnerschütterung ist es für die betroffene Person sehr wichtig, sich etwas auszuruhen, um besser zu werden und langsam zu regelmässigen Aktivitäten zurückzukehren. Die betroffene Person muss nachts genug schlafen, illegale Drogen und Alkohol meiden, sich tagsüber schonen und anstrengende Aktivitäten vermeiden. Auch sollte sie Schmerzmittel wie angewiesen einnehmen und Kühlkompressen oder Eis auf allen Schwellungen für jeweils etwa zwanzig Minuten verwenden. Zur Kühlung sollte ein dünnes Tuch zwischen Haut und Eis verwendet werden. Gelegentlich bleiben nach einer Gehirnerschütterung über lange Zeit Kopfschmerzen bestehen. Die Therapie jedoch besteht wie aufgezeigt in vorübergehender Schonung, einige Tage Bettruhe und medikamentöse Therapie der Schmerzen.

Zu wem kann ich gehen?

Gehirn- und Nervenchirurgie Kinderchirurgie

Zurück zum Glossar
Fragen Sie jetzt einen Arzt